Rockenschaub

Referentenbeschreibung

Dipl.-Päd. Mag. Dr. phil. Helmut Rockenschaub, 1972 geboren, ist seit vielen Jahren leidenschaftlicher Pädagoge und lehrte als Dozent an unterschiedlichen Sozialbetreuungsschulen und universitären Einrichtungen. Seit 2013 ist Rockenschaub Leiter der Sozialbetreuungsschule der Caritas für Betreuung und Pflege in Linz.  Seine Promotion zum Thema Wertevermittlung schloss er an der pädagogischen Fakultät der Universität Eichstätt/Bayern ab. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte, wie umfangreichen Publikationen, handeln von Themen wie beispielsweise: Werte, Wertevermittlung, Familienforschung uvm.

Abstract

Wertehaltungen sind unverzichtbar für eine kompetente und professionelle Sozialbetreuung. Viele an Sozialbetreuung Interessierte bringen schon vor einer Sozialbetreuungsausbildung eine Wertehaltung mit (persönliche Wertebasis). Sie wollen helfen! Es mangelt also in unserem Bereich nicht an Werten. Diese persönliche Wertehaltung ist allerdings noch nicht reflektiert und es gilt zu fragen, „ob denn das gut Gemeinte (Gefühlte)  auch immer das Richtige ist? (E.Szaper)

Es braucht also neben dem empathischen Mitfühlen, dem Helfen-Wollen dem Erfühlen einer Situation, immer auch die „umrahmende Erzählung“ (N. Postman) in Form von Wissen um Werte und damit eng verbunden Theorien wie auch wissenschaftlichen Perspektiven.

So beschäftigen sich die Ausführungen mit der Frage, wie Werte in der Praxis der Betreuung beeinträchtigter Menschen gewonnenen beziehungsweise erlernt werden und wie sich diese über Ausbildung und Bildung kultivieren lassen. Es geht um das Spannungsfeld zwischen Gewissen und Wissen, das nur in Balance zu einer gelungenen Sozialbetreuung führen kann.

Wichtig im Umgang mit beeinträchtigten Menschen ist grundsätzlich, dass sich Werte nicht nur als „Kopfgeburten“ betrachten lassen, sondern dass auch der gefühlte Umgang im oft spannungsgeladenen Alltag mindestens dieselbe wichtige Bedeutung hat wie die Reflexion, das Denken wie auch Wissensvermittlung.

Unverzichtbar sind dabei Ausbildung und Bildung. Nicht Wissende sollen unsere Sozialbetreuer/innen sein, sondern Fragende bleiben! Selbstverständlich gibt es dabei auch eine institutionelle/gesellschaftliche Verantwortung, die sich nicht von einer gelingenden Sozialbetreuung abkoppeln lässt. Auch diese gilt es in ihrer Tragweite zu erörtern.

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