Klein

Referentenbeschreibung

Dozent (PD) Univ.Lektor Dr. Andreas Klein

Dozent (PD) Univ.Lektor Dr. Andreas Klein, geboren 1967, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit ethischen Fragen im Gesundheitswesen. Er lehrt unter anderem an der Universität Wien und an mehreren Einrichtungen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich Pflege und Ordinationsassistenz. Daneben ist er bei etlichen Tagungen zu Themen im Gesundheitssystem als Referent tätig. Promotion (Konstruktivistische Theorien) und Habilitation (Willensfreiheit) wurden an der Universität Wien abgelegt. Zahlreiche Publikationen liegen zu verschiedensten Themen in Philosophie, Ethik und Theologie vor. Darüber hinaus hat er die Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater (psychologische Beratung) absolviert.

Internet : http://www.andreasklein.at/

Abstract

Sowohl die Gesellschaft als ganzes als auch Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufe befinden sich in Umbrüchen. Immer mehr Menschen aus anderen soziokulturellen Hintergründen treten in den Gesundheitssektor ein. Hierdurch ergeben sich weitere Pluralisierungstendenzen, die vor Herausforderungen stellen. Hinzu treten Konfliktfelder durch intergenerationelle Unterschiede, also durch veränderte Perspektiven und Selbstverständnisse zwischen den Generationen. Diese Umstände führen im konkreten Alltag zu Missverständnissen und teilweise auch zu Unverständnis. Wie kann mit diesen Unterschieden produktiv und konstruktiv umgegangen werden zugunsten der Betroffenen und Bedürftigen?

Kulturell geprägte Unterschiede ergeben sich auf beinahe allen Ebenen menschlichen Lebens. Diese Unterschiede können neue Chancen eröffnen, z.B. mit Blick auf ebenfalls plurale Betroffenengruppen. Zugleich ergeben sich auch fortwährend Konflikte aufgrund differierender Wertvorstellungen. Hier bedarf es eines ethisch reflektierten Umgangs mit den jeweiligen Herausforderungen und auch mit den eigenen grundlegenden Vorstellungen. Die primäre Ausrichtung muss den Betroffenen und Bedürftigen gelten, da sie einen Anspruch auf optimale Versorgung haben. Rechtliche Rahmenbedingungen sind wichtig, können und sollen jedoch nicht alles regeln. Es bleiben Spielräume, die bestmöglich gefüllt werden müssen.

Unverzichtbar sind hier Bildung und Ausbildung, Wissen über eigene und andere Kulturen und Wertvorstellungen, ein kritischer und reflektierter Umgang mit anderen und eigenen Werthaltungen, eine offene und konstruktive Kommunikation aller Beteiligter, eine Haltung kritischer Wertschätzung und einiges mehr. Letztlich bestünde das Ziel darin, die Chancen bestmöglich zu nutzen und die nachteiligen Effekte so weit als möglich zu reduzieren – zum Wohle der Betroffenen und der Gesellschaft.

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