Brandl

Referentenbeschreibung

Arch. DI Dr.-techn. Freya Brandl

Freya Brandl hat an der TU Graz Architektur studiert, ging dann nach Hamburg, wo sie als Stadtplanerin und später als Architektin gearbeitet hat. In den 1970/80er Jahren kehrte sie nach Wien zurück, zuerst an die Technische Universität, dann in verschiedene Architektur-Büros. Schließlich machte sie sich selbständig und gründete ein eigenes Büro. Soziale und ökologische Themen bildeten von Anfang an den Schwerpunkt ihrer Arbeit. „Wohnen im Al-ter“ und nach Exkursionen ins Ausland auch „Gemeinschaftliches Wohnen im Alter“ bzw. „Gemeinschaftliches Wohnen von Alt und Jung“ sind jene Arbeitsbereiche, denen sie sich in den letzten Jahren am meisten widmet.

Internet: https://www.freya-brandl.at/

Abstract

„Wohnen im Alter“ hängt sehr davon ab, wie beweglich, selbständig und engagiert man ist.
Ob man noch viel vor hat, gesellig ist, noch arbeitet - oder ob man lieber ruhig und gemütlich in einer vertrauten Umgebung lebt, ohne viel Anstrengung und mit guter Betreuung.
Im Vortrag werden verschiedene Varianten hinsichtlich „Wohnen und Wohnumgebung“ auf-gezeigt und es wird auf Verbesserungsmöglichkeiten hingewiesen.
Geringere Pensionen, höhere Lebenshaltungskosten, Kaufkraftverluste, AktienCrashes ver-unsichern allerdings auch ältere Menschen. Werden sie in Zukunft noch gut leben können? Die ökonomischen und schließlich auch ökologischen Umstände zwingen auch ältere Men-schen zum Umdenken und zur Änderung ihrer Wohnsituation. Viele leben allein in ihren ehemaligen Familienwohnungen. Die Kinder sind ausgezogen, der Partner/die Partnerin ist weg. Wie soll es weitergehen? Fragen, die mit Recht auftauchen.
Die „Neuen Alten“ wollen nicht versorgt werden, und sie wollen auch nicht alleine leben, sondern selbstbestimmt und in Gemeinschaft mit anderen. Da ist gegenseitige Hilfe möglich und Synergie-Effekte können genutzt werden. Die Physiotherapeutin kommt gleich zu meh-reren und muss nicht – quer durch die Stadt – jede einzelne aufsuchen. Der Einsatz mobiler Dienste kann reduziert und individuelle und volkswirtschaftliche Kosten gespart werden.
In Deutschland und in den skandinavischen Ländern sowie Schottland, USA, Korea u.a. gibt es bereits einige Beispiele von alternativen Lebensformen für Ältere. Auch in Österreich wer-den erste „Senior-Cohousing“ Projekte entwickelt und umgesetzt.
Die Architektin berichtet von zwei aktuellen Projekten, die derzeit in Wien gebaut werden.

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